Vor deinem Termin
Damit der Tag läuft wie geplant.
Das meiste davon ist schnell erledigt und entscheidet trotzdem darüber, wie lange du durchhältst und wie gut das Ergebnis abheilt. Dein Artist geht alles Wichtige am Termin noch einmal mit dir durch.
Vor dem Termin
Schlaf dich aus und iss etwas.
Eine Sitzung zieht Kraft. Wer müde oder mit leerem Magen kommt, hält kürzer durch, und Kreislaufprobleme kommen fast immer daher.
Trink am Tag davor genug Wasser.
Gut hydrierte Haut lässt sich besser tätowieren. Die Farbe geht gleichmäßiger rein, und die Haut macht länger mit.
Kein Alkohol am Vorabend.
Alkohol verdünnt das Blut. Die Haut blutet dann stärker, nimmt Farbe schlechter auf, und das Ergebnis leidet. Dasselbe gilt für den Tag selbst.
Blutverdünner: sag uns vorher Bescheid.
Das gilt auch für Aspirin und andere Mittel, die man nicht als Medikament wahrnimmt. Wir können damit umgehen, aber nur, wenn wir es wissen.
Komm nicht frisch gebräunt.
Sonnenbrand oder frische Bräune verändert die Haut. Wenn du kurz vor dem Termin im Urlaub warst, sag uns Bescheid, bevor du kommst.
Bereite die Stelle vor.
Ein paar Tage vorher: normale Feuchtigkeitspflege, gern auch ein leichtes Peeling. Gepflegte Haut nimmt Farbe besser auf. Am Tag des Termins entfernst du die Haare an der Stelle so, wie du es gewohnt bist, aber du schmierst nichts mehr drauf. Dein Artist braucht die Haut sauber und fettfrei.
Zieh etwas an, das den Zugang zur Stelle freigibt.
Bequem, nicht zu eng, und nichts, um das es schade wäre. Farbe geht nicht wieder raus. Wenn du magst: Schwarz, Weiß oder Beige ohne Aufdruck macht die Fotos deines frischen Tattoos besser.
Bring deinen Ausweis mit.
Am Termin
Komm pünktlich, aber nicht zu früh.
Höchstens fünf Minuten vor deinem Termin. Vorher ist dein Artist noch mit der Vorbereitung oder einem anderen Kunden beschäftigt.
Andersherum gilt: Verspätung verkürzt deine Sitzungszeit. Der Termin nach dir steht fest. Was an Zeit fehlt, fehlt am Ergebnis oder braucht einen Zusatztermin.
Iss und trink zwischendurch.
Bei längeren Sitzungen machen wir Pausen, und du solltest sie nutzen. Getränke bekommst du bei uns. Bring dir etwas zu essen mit, das dir guttut: Traubenzucker, einen Snack, eine Kleinigkeit. Der Kreislauf ist der häufigste Grund, warum eine Sitzung früher endet als geplant, und er lässt sich leicht stabil halten.
Kopfhörer dürfen gern mit. Bei langen Sitzungen sind Musik oder ein Podcast die beste Ablenkung.
Begleitung ist willkommen, im Wartebereich.
Eine Person, die dich begleitet, kann es sich bei uns bequem machen. Im Stechraum arbeiten wir ohne Zuschauer. Es geht um Hygiene, um Konzentration, und darum, dass du dich nicht beobachtet fühlst.
Das Einverständnis füllst du vorher digital aus.
Du bekommst den Link mit deiner Terminbestätigung. Das spart Zeit am Termin.
Sag, wenn etwas nicht stimmt.
Wenn dir schlecht wird, du eine Pause brauchst oder der Entwurf noch nicht sitzt: sag es. Ein unterbrochener Termin ist kein Problem. Ein Tattoo, mit dem du unglücklich bist, schon.
Nach dem Termin
Dein Artist erklärt dir die Pflege im Einzelnen. Was für alle gilt:
Halt dich an die Folie oder das Pflaster, das du bekommst.
Wie lange es draufbleibt, sagt dir dein Artist. Das hängt vom Material und von der Stelle ab.
Wasch die Stelle sauber und halte sie trocken.
Keine Cremes, die wir dir nicht empfohlen haben. Nicht kratzen, auch wenn es juckt. Die Kruste gehört zur Heilung.
Deine Pflegecreme gehört nur dir.
Wenn du mit den Fingern in den Tiegel gehst, aufs Tattoo aufträgst und wieder in den Tiegel, wandern deine Hautbakterien in die Creme. Deshalb teilst du sie nicht, auch nicht mit der besten Freundin. Und für eine neue Sitzung fängst du besser eine frische Tube an.
Bei großflächigen Arbeiten:
Sie heilen länger, nässen und krusten stärker. An Gelenken, Rücken, Rippen oder Oberschenkeln kann die Beweglichkeit ein paar Tage eingeschränkt sein. Bei körperlich fordernder Arbeit plan das mit ein. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung stellen wir nicht aus, das ist Sache eines Arztes.
Wann du zum Arzt gehst, nicht zu uns:
Zunehmende Rötung, Überwärmung, Eiter oder Fieber sind Anzeichen einer Entzündung. Dann gehört das ärztlich angesehen. Sag uns bitte trotzdem Bescheid.
Diese Zeiten solltest du einhalten
- Sport
- nach 7 Tagen
- Salz- und Süßwasser (Meer, See)
- nach 2–3 Wochen
- Sauna, Chlorwasser (Schwimmbad)
- nach 3–4 Wochen
- Sonne, Solarium
- nach mindestens 3 Wochen
Sonne und Solarium meidest du mindestens drei Wochen. Ab frühestens zwei Wochen kannst du eine spezielle Tattoo-Sonnencreme benutzen, aber nur, wenn die Haut vollständig geschlossen ist und nicht mehr nässt. Im Zweifel gilt: lieber abdecken als eincremen.
Nach der Abheilung bleibt Sonnenschutz wichtig. Er ist der Hauptgrund, warum ein Tattoo nach zehn Jahren noch aussieht wie am Anfang.
Nachstechen
Innerhalb von acht Wochen nach Abheilung einmal kostenfrei, wenn die Pflegehinweise eingehalten wurden. Bei Hand-, Fuß-, Kopf- und Lippen-Tattoos sowie bei Cover-Ups ist Nacharbeit immer kostenpflichtig. Dort ist sie Teil des Verfahrens und keine Korrektur eines Mangels.
Offene Fragen zu Schmerz, Ablauf oder Kosten beantwortet die Fragenseite.