Portraits

Portraits in Karlsruhe.

Ein Portrait wird an einer Frage gemessen: Erkennt man die Person? Darüber entscheidet die Vorlage, lange bevor wir anfangen.

Die Vorlage entscheidet fast alles

Bring ein scharfes Foto mit klarem Licht. Das Gesicht sollte groß im Bild sein, und Augen, Nase und Mund sollten erkennbare Schatten werfen. Aus so einem Foto lässt sich ein Portrait übertragen.

Ein dunkler Handyschnappschuss von weit weg lässt sich nicht übertragen, sondern nur erraten. Erraten heißt: Wir erfinden die Hälfte des Gesichts. Und ein erfundenes Gesicht sieht der Person nicht ähnlich, so gut es auch gestochen ist.

Schick uns das Foto vor dem Termin. Wir sagen dir ehrlich, ob es reicht, und wenn nicht, woran es liegt. Oft gibt es in der Familie ein besseres.

Ähnlichkeit hängt an Millimetern

Was einen Menschen erkennbar macht, sind Abstände. Der Abstand zwischen den Augen, die Höhe des Mundes, die Breite der Nase. Verschiebt sich davon etwas um einen Millimeter, ist es ein anderer Mensch.

Deshalb dauert bei einem Portrait die Vorbereitung länger als bei anderen Motiven, und deshalb übertragen wir sorgfältiger. Diese Zeit steckt im Preis, und sie ist der Grund, warum es am Ende aussieht wie die Person und nicht wie jemand mit ähnlicher Frisur.

Portraits brauchen Größe

Ein Gesicht besteht aus vielen weichen Übergängen. Auf einer kleinen Fläche liegen sie so dicht beieinander, dass sie schon beim Heilen ineinanderlaufen. Aus zwei Metern wird daraus ein grauer Fleck.

Unter etwa fünfzehn Zentimetern raten wir deshalb ab. Größer ist hier kein Aufschlag, sondern die Bedingung dafür, dass das Motiv in zehn Jahren noch lesbar ist.

Wie ein Portrait altert

Die kräftigen Schatten bleiben, die feinsten Abstufungen werden weicher. Ein Portrait wirkt nach zehn Jahren ruhiger als am ersten Tag, und das ist der normale Verlauf.

Wir stechen die Kontraste deshalb etwas kräftiger, als sie auf dem Foto sind. Frisch gestochen wirkt das eine Spur härter. Nach ein paar Jahren ist es genau richtig, und darauf kommt es an.

Wo es funktioniert

  • Oberarm, Oberschenkel, Brust und Rücken sind am besten geeignet. Sie bieten eine ruhige, zusammenhängende Fläche in ausreichender Größe.
  • Der Unterarm geht, ist aber schmaler. Das Motiv muss dann in die Länge gedacht werden statt in die Breite.
  • Von Händen, Hals, Füßen und allem über Gelenken raten wir ab. Die Haut arbeitet dort zu stark, und die feinen Abstufungen verlieren als Erstes.

Womit du rechnen musst

  • Ein einzelnes Portrait auf dem Oberarm: fünf bis sieben Stunden.
  • Größere Motive mit Umgebung oder mehreren Gesichtern: mehrere Sitzungen.
  • Wir teilen lange Portraits lieber auf. In der siebten Stunde arbeitet niemand mehr so genau, wie ein Gesicht es verlangt.

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